3. Februar: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen …

Habe ich hier irgendwann geschrieben, dass gerade keine Saison ist? Hm: Aktuell haben wir jedenfalls auch unter der Woche Gäste und das Wochenende ist komplett ausgebucht. Das ist natürlich prima fürs Townhouse. Aber schlecht für meine Nägel – ich sehne mich nach einer Maniküre und meinem geliebten Knallrot …. Nächste und übernächste Woche sind in Frankreich auch noch Ferien. Da hat Yvette fast ein bisschen Sorge, was das für ihren Französischkurs bedeutet: on verra.

Carlo und ich sind heute jedenfalls durch die 2 gewirbelt. Und ich denke, wir waren ganz gut – als Team und in der Zeit!

Voilà, die 2

Geputzt hab ich die 2 heute zum ersten Mal. Sie ist im Erdgeschoss, gleich rechts nach der Eingangstür. Hier empfängt sie ihre Gäste mit stylischer Gemütlichkeit in einer großzügigen Koch-Wohn-Genusskombi. Die weiße Holzvertäfelung und das wunderschöne alte Holzparkett sind superelegant. Eine dezente Mustertapete und stilvolle Vorhänge runden die besondere Ästhetik ab. Hier ist Platz zum Klönen und Fläzen, zum Kochen und Schlemmen.

In das echt kleine Schlafzimmer nebenan passen nur ein Queensize-Bett und ein großer Schrank. Das moderne in klassischem Schwarz-Weiß gekachelte Bad en suite macht die Nummer 2 zu einer echt sauberen Sache.

Trotzdem muss man zur 2 wissen: Alle Gäste des Hauses laufen hier vorbei. Und im Parterre ist es natürlich auch mit dem Tageslicht gerade in den Wintermonaten so eine Sache … andererseits hüpft man von hier in nur wenigen Schritten hinaus nach Trouville, zum Strand oder auf den kleinen Hinterhof, der das Reich der Townhouse Gäste zusammen mit dem Spa im Keller komplettiert.

Und sonst?

In den letzten beiden Wochen hatten wir eine ziemlich massive Baustelle im Haus nebenan bzw. auf dem Dach – und die hat leider auch unseren Hinterhof ganz schön verwüstet. Deshalb waren wir heute im Anschluss zu dritt vor allem damit beschäftigt, diesen Hinterhof wieder auf Vordermann (:-) zu bringen! Uff. Gar nicht mal so schön …

… aber ich hab mir danach etwas Schönes verdient, dachte ich. Deshalb hab ich mich aus dem Yvette-Korsett geschält, mir ein Gesicht gemalt, mich sauber angezogen und bin nach Deauville spaziert. Ich muss gestehen, es war nicht nur der Spaziergang, das Durchlüften nach getaner Arbeit,

das mich glücklich gemacht hat: Ich habe mir tatsächlich ein neues Outfit gegönnt. Mein Glückskauf ist ein Overall. Und ja, das klingt nach Arbeitskleidung :-).

Aber ich kann meinen neuen dunkelgrauen Jeans-Jumpsuit nur megacool finden: Wahrscheinlich vor allem deshalb, weil ich mich darin wie eine normale Astrid fühle – und eben nicht wie Yvette. Aber he: In meinem selbstgewählten Abenteuer gilt eben

le travail avant le plaisir!

4 Gedanken zu „3. Februar: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen …“

  1. Ja: anstrengend trifft es tatsächlich gar nicht so schlecht … und Deine archivierten Kenntnisse scheinen mir gar nicht so verkehrt

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  2. Bonjour Astrid,
    es ist sehr interessant und erfrischend zu lesen, was du erlebst und sicher eine tolle
    ( aber auch anstrengende….) Zeit für dich.
    Jedenfalls bekomme ich auch etwas Fernweh so als „Beobachterin“ aus der Ferne 😉
    Au revoir et a bientot ( habe meine letzten Französisch- Kenntnisse aktiviert ☺️)
    Inge

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